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Krisen bleiben nicht aus - in keinem Leben. Jeder von uns wird mehrfach in
seinem Leben vor existentielle Entscheidungen gestellt. Und eine Krise
bedeutet auch immer einen schmerzlichen Verzicht auf das Eine oder Andere.
Keiner von uns wünscht sich Krisen oder sehnt sie herbei. Sie kommen trotzdem. Garantiert. Die Bewältigung einer Krise ist immer ein Problem - sonst wäre es ja keine Krise. Und ein Problem ist eine Schwierigkeit oder Aufgabe, für die wir noch nicht die angemessene Lösungsstrategie gefunden haben. Hätten wir diese Strategie, wäre die Krise keine Krise mehr und das Problem kein Problem. Eine vorhandene Krise verweist also immer darauf, dass wir die geeignete Strategie zur Lösung noch nicht in unserem Repertoire haben. Unsere vorhandenen, bisher erfolgreichen Strategien greifen nicht mehr oder sie haben uns gar erst in die Krise gestürzt. Eine neue, ganz andere Strategie oder Perspektive muss also gefunden werden. Hier ist wieder der neutrale, interessenfreie Blick eines unvorbelasteten Dritten gefragt. Jenseits von Freunden, Verwandten und der eigenen Familie, die in der Regel mit eigenen Erwartungen auftreten, gilt es für den Mentor, gemeinsam mit dem Partner oder Klienten, eine neue, angemessene Lösungsstrategie und Lebensperspektive zu entwickeln. ![]() |